Der Musikverein Friesheim stellt sich vor
Liebe Besucher, herzlich willkommen auf der Homepage des Musikvereins Friesheim aus Erftstadt bei Köln. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Anschauen! Natürlich liegt uns die Musik ganz besonders am Herzen. Deshalb laden wir Sie ein, uns einmal "live" bei einem Auftritt anzuhören. Die nächsten Termine finden sie natürlich auch auf dieser Seite. Außerdem informieren wir Sie über den Verein als solches, seine Geschichte und seine Aktivitäten. Selbstverständlich würden wir uns auch sehr freuen, wenn Sie zu uns Kontakt aufnehmen möchten. Sei es, daß Sie
- uns gerne auch auf Ihrer Veranstaltung hören möchten,
- oder Ihre Kinder ein (Blas- oder Percussion-)Instrument lernen möchten oder
- Interesse haben, selbst bei uns mitzuwirken. Dann wenden Sie sich doch ganz einfach unverbindlich einmal an uns!
Musik kennt keine Grenzen
Umwege zur Waltham St. Lawrence Silver BandAnfang 1979 erreichte uns über den damaligen Vorsitzenden des Förderkreises Wokingham, Herrn Ferdinand, eine Anfrage der St. Sebastian’s Band, ob im Rahmen der Städtepartnerschaft die Möglichkeit zu einem Besuch einer deutschen Blaskapelle bestehe. Ein erster Kontakt in Wokingham während der Sommerferien 1979 ließ nicht nur ernsthaftes Interesse auf Seiten der Engländer erkennen. Die sich vorstellenden Vorstandsmitglieder, angeführt von David Grimshaw, machten allesamt einen sehr sympathischen Eindruck, packten gleich alle möglichen praktischen Fragen eines Besuchs in Deutschland an und schienen in ihrer Grundeinstellung uns sehr verwandt zu sein, was dann auch im folgenden Jahr eindrucksvoll bestätigt wurde.
Der erste Besuch 1980 und vor allem die Unterbringung der „Ausländer“ löste zunächst einmal Besorgnisse und Ängste aus. Viele unserer damaligen Vereinsmitglieder und Gastgeber hatten in der Schule nie Englisch gehabt und sorgten sich insbesondere um die Verständigung.
„Was geben wir unseren Gästen zu essen – wir kennen ja gar nicht das englische Frühstück“ oder „Ob sie mit der Unterkunft auch zufrieden sein werden?“, waren weitere Fragen im Vorfeld. So ganz konnten all diese Unsicherheiten nicht ausgeräumt werden, und die erste Begrüßung fiel hier und da dann auch etwas gezwungen freundlich aus. Aber welcher Wandel bis zum zweiten Abend: Da kamen Gäste und Gastgeber, die sich nie zuvor gesehen hatten, die definitiv nicht die Sprache des anderen verstanden, zum gemeinsamen abendlichen Treffen und gingen miteinander um, als gehörten sie seit jeher zur selben Familie!
Und welche Freude und Begeisterung am letzen Abend, der mit einem innigen „Nehmt Abschied, Brüder“, dem englischen „Old Lang Syne“ beendet wurde. Alan G. Clacey, der älteste der englischen Musiker, hat seine Eindrücke in einem ausführlichen Bericht festgehalten und endet mit den Worten „One felt that this was’town twinning‘ down to the grass roots, with two village bands united in a desire for comradeship, and a common love of music“ – „Man fühlte, dies war Städtepartnerschaft im ursprünglichsten eigentlichen Sinn mit zwei Dorfkapellen, vereint in dem Wunsch nach Gemeinschaft und in gemeinsamer Liebe zur Musik“.
Diese erste Begegnung begründete zahlreiche Freundschaften, dii zum Teil heute noch gepflegt werden.
Unser Gegenbesuch in Wokingham im darauf folgenden Jahr war nun ein freudig erwartetes Ereignis,.und wir wurden nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil! Die St. Sebastian’s Band feierte ihr 50jähriges Vereinsjubiläum, in das wir natürlich voll integriert wurden. Sie boten wirklich alles auf, um uns einen interessanten Aufenthalt in ihrem Land zu bieten. Höhepunkt war ein großartiges Festkonzert mit einer Vielzahl der unterschiedlichsten Musikgruppen.
Aufgrund der hohen Fahrtkosten einigte man sich fortan auf beiderseitige Gegenbesuche im 2-Jahres-Rhythmus, so dass jeweils innerhalb von 4 Jahren ein Besuch der Engländer bei uns und umgedreht stattfindet. Allerdings gab es während dieser Zeit noch einmal einen entscheidenden Wechsel. Der musikalische Leiter, David Grimshaw -Antriebsmotor und sozusagen die gute Seele der Partnerschaft- verließ 1984 die St. Sebastian’s Band gemeinsam mit etlichen Mitgliedern. Formelle Einladungen spielten plötzlich eine Rolle. Die Selbstverständlichkeit im Umgang miteinander verschwand und von Mal zu Mal dauerte es länger, wieder miteinander warm zu werden. Nach unserem letzten Besuch bei der St. Sebastian’s Band 1990 unternahm keine Seite mehr eine Anstrengung, die Partnerschaft fortzusetzen. Schade!
Aber da war ja noch David Grimshaw. Ihn hatte das „Twinning“- Fieber erfasst und nicht mehr losgelassen. Er wechselte während der Jahre zur Waltham St. Lawrence Silver Band in der Nähe von Wokingham und ließ 1993 gemeinsam mit seiner Nichte Jane erneut die Partnerschaft aufleben.
So fand der letzte Besuch der Waltham St. Lawrence Silver Band 2008 statt und wir waren 2010 in Waltham zu Besuch, und durften hierbei die Hochzeit von Jane, der Nichte von David Grimshaw und gleichzeitig Vorstandsvorsitzenden, begleiten. Der nächste Besuch der Waltham St. Lawrence Silver Band wird uns dann 2013 bei unserem 100jährigen Jubiläum erfreuen.
Waltham St. Lawrence Silver Band
Die Wurzeln der Waltham St. Lawrence Silver Band gehen auf die 1960er Jahre zurück. Die ersten aktiven Musiker waren hauptsächlich örtliche Kaufleute und Handwerke, unterstützt von zwei wohlhabenden Schirmherren, William Lansdowne Beale und Reverend Grey Neville. In den 1920ern war die Band gut etabliert, ausgerüstet mit militär-ähnlichen Uniformen und hochwertigen Blechblasinstrumenten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kostete es große Bemühungen, die band wieder aufzubauen. Ohne das Engagement von Sydney Boyd würde die Brassband heute nicht existieren. Syd wirkte immer aktiv in der Band mit und leitet sie fast im Alleingang bis zu seinem Tod 1982.
Das inzwischen erreichte Niveau zeigt sich weniger an der Anzahl absolvierter Wertungsspiele oder Wettkämpfe als an der Einspielung einer CD von hoher Qualität (Serenade). Das aktuelle Repertoire umfaßt neben klassischer Brass-Musik auch Werke wie „Birdland“, „Bohemian Rhapsodie“, „Cute“ und „The Glenn Miller Special“.
Die Haupteinsätze der Band liegen in den Sommermonaten, sei es bei Feierlichkeiten, Platzkonzerten oder wie in den vergangenen Jahren auf der Band-Bühne während der Henley-Regatta-Woche (einem absolut gesellschaftlichen top-Happening in der Umgebung). Doch nicht nur in der eigenen Region erfreut die Band ihre Zuhörer. Bis London, zur englischen Südküste, der Isle of Wight, nach Deutschland und der Schweiz reicht inzwischen ihr Bekanntheitsgrad. Seit 2006 wird die Band von Derek Holland dirigiert

