Erftstadt-Anzeiger, 15.Juni 2011

_________________________________

Jugendarbeit verstärken 
Sonntagspost, 6.Mai 2011

Der Musikverein Friesheim bereitet sich auf Frühjahrskonzerte vor

Die Jugendarbeit des Musikvereins Friesheim zeigt sich vor allem im Jugendorchester.Erftstadt-Friesheim (red).

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung waren die Mitglieder des Musikverein Friesheim mit der Arbeit ihres Vorstandes so zufrieden, dass der gesamte Vorstand einstimmig wiedergewählt wurde. Alter wie neuer Vorsitzender ist Robert Niederprüm, Stellvertreter Roland Loosen, Geschäftsführer Stefan Loosen und Kassenwartin Dagmar Gronostay-Scheitza. Lediglich als Nachfolgerin von Laura Klinkhammer, die aus Ausbildungsgründen weggezogen ist, wurde Miriam Ruwe neue Pressesprecherin. Anstehende Schwerpunkte im laufenden Jahr sind die Vorbereitung der Frühjahrskonzerte, die am 28. Mai und 1. Juni im Alten Gasthaus aufgeführt werden. Stücke wie "Charlie Chaplin" und "Tom Sawyer" fordern die Musiker hierbei besonders. Bei Liedern aus bekannten Filmen wie "James Bond 007" und "Mary Poppins" wird der Musikverein in diesem Jahr von drei Sängerinnen begleitet. Darüber hinaus steht eine weitere Aufführung der Missa Katharina am 7. Mai im Kölner Dom auf dem Programm. Im Hinblick auf künftige Aktivitäten sagte Robert Niederprüm: "Unser Augenmerk muss auf verstärktem Engagement in der Jugendarbeit liegen, die mit großen Elan weiter gefördert werden soll." Als nächstes sind eine enge Zusammenarbeit mit der Erper Grundschule und im Herbst ein Kinderkonzert im Rahmen der Erftstädter Kulturtage geplant. Wer Interesse am gemeinsamen Musizieren hat oder ein Instrument erlernen möchte, ist eingeladen sich bei Robert Niederprüm unter Telefon (02235) 689575 zu melden, oder bei einer Probe mittwochs von 18.45 bis 19.45 Uhr (Jugendorchester) und 20 bis 22 Uhr (großes Orchester) mitzumachen.

_____________________

... und hier noch einige Impressionen vom 07.05.2011

das tiefe Blech im Einsatz

der Dirigent

und die Trompeten

______________________

____________________________

___________________ 

Adventskonzert 2010 im Schneetreiben

Trotz chaotischer Schneeverhältnisse war die Kirche St. Martin zum traditionellen vorweihnachtlichen Konzert des Musikvereins Friesheim gut besucht. Mit der Weihnachtsbläser-Overtüre von Douglas E. Wagner eröffneten die Bläser stimmgewaltig das Konzert um anschließend mit Choralia zum besinnlicheren Teil überzuleiten. Hierbei brillierte das Klarinettenquartett mit Klaus Peter Geigle, Martin Kirchharz, Roland Loosen und Bert Schoo mit einer speziellen Fassung des Abendsegens aus Hänsel und Gretel. Das komplette Holzregister zeigte den weichen Klang ihrer Instrumente mit dem Holländischen Weihnachtslied „De Herdertjes lagen bij Nachte“.

War die Beteiligung der Zuhörer bei „Tochter Zion“ noch im Programm vorgesehen, animierte die Christmas Carol Fantasy die Zuschauer spontan zum Mitsingen. Erstmalig mit dabei war in diesem Jahr ein Blockflötenquartett mit Sopran-, Alt-, Tenor und Bassflöte. Ihr gekonnt vorgetragenes Stück „Die vier Elemente“ bildete einen angenehmen Kontrast im Gesamtprogramm. Spielerisch wirkte der Tanz der Rohrflöten aus Tschaikowskys Nussknacker-Suite, der durch Ulrike Ruwe, Anja von der Haar und Rebecca Kiefer an den Querflöten interpretiert wurde. Mit heiteren und besinnlichen Texten umrahmte Eberhard Flügge die einzelnen Stücke. Den letzten Programmpunkt bildete eine eigens vom musikalischen Leiter des Vereins, Matthias Kiefer, für das Konzert arrangierte Fassung des Feierlichen Nachspiels von Richard Strauß. Da die Zuhörer das Konzert nicht ohne Zugabe enden ließen, zeigte der Verein eine weitere Seite seiner Vielseitigkeit und intonierte White Christmas in modernem Big Band Sound. Derart weihnachtlich eingestimmt nutzten viele Zuhörer die winterliche Atmosphäre um mit einem Glühwein, angeboten durch die Friesheimer Messdiener, den Konzertabend vor der Kirche ausklingen zu lassen.ei dem bekannten Adventslied „Tochter Zion“ sind Sie herzlich eingeladen mitzusingen. Ergänzend zur Musik stimmt Eberhard Flügge Sie mit besinnlichen Texten auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. 
 

______________________________

Konzerte auch im Raum London
Erstellt 19.01.10, 07:43h Kölnische Rundschau 

Der Musikverein Friesheim hat sich für dieses Jahr eine musikalische Herausforderung vorgenommen. Am Sonntag, 7. März, wird in der Erper Pfarrkirche St. Pantaleon die „Missa...
ERFTSTADT. Der Musikverein Friesheim hat sich für dieses Jahr eine musikalische Herausforderung vorgenommen. Am Sonntag, 7. März, wird in der Erper Pfarrkirche St. Pantaleon die „Missa Katharina“ von Jacob de Haan gemeinsam mit Erftstädter Chören aufgeführt. Neben diesem Benefizkonzert ist ein weitere Aufführung davon in Lechenich vorgesehen.

Außerdem hat das Orchester die Ehre, die Messe auch im Köln Dom zur Dom-Wallfahrt am 24. September gemeinsam mit 1500 Sängern aufzuführen. „Das ist für uns eine große Herausforderung“, sagt der Vorsitzende des Friesheimer Musikvereins, Robert Niederprüm.

Jugendleiter Johannes Kirchharz freut sich zusammen mit den vielen jungen Musikern des Vereins auf den England-Besuch. Seit Jahrzehnten besteht ein reger Austausch mit der Waltham-St.-Lawrence-Silver-Band aus der Nähe von Wokingham. Im Juli werden die Musiker vier Tage lang durch die Region reisen und mit den englischen Freunden mehrere Konzerte geben.
Das Jahreskonzert steht für Freitag, 9. Juli, ins Haus.

Auch im Karneval, bei Schützenfesten und Martinsumzügen sowie bei Adventskonzerten in Erftstadt und Bonn wird sich der Musikverein präsentieren. Fünf Karnevalsumzüge wird das Orchester von Weiberfastnacht bis Rosenmontag begleiten. Weiterhin bleibt der Musikverein Friesheim offen für weitere Musiker, die ein Blasinstrument spielen, wieder neu einsteigen oder ganz neu anfangen möchten. Geprobt wird mittwochs um 20 Uhr in der Aula der Don-Bosco-Schule. Interessenten könne sich unter (0 22 35) 68 95 75 melden. (uw)

______________________________

Robert Niederprüm bleibt Vorsitzender beim MV-Friesheim

Erftstadt, 13. April 2009

„Gott sei Dank!“, entfuhr es einem der 40 anwesenden Mitglieder des Musikvereins Friesheim, als der Vorsitzende Robert Niederprüm auf der jüngsten Jahreshauptversammlung seine Bereitschaft zur erneuten Kandidatur erklärte. Auch der Ehrenvorsitzende Günter Happ gestand: „Jetzt ist mir ein Stein vom Herzen gefallen.“
Seit 10 Jahren führt Robert Niederprüm nun schon erfolgreich das Konzertblasorchester mit aktuell 49 aktiven Musikern. Im letzten Jahr hatte der Verein seinen 95. Geburtstag mit insgesamt 32 Einzelauftritten gefeiert. Beide Partnerorchester, die Waltham St. Lawrence Silverband aus England und die Société Musicale d’Arpajon aus Frankreich, waren zu Gast gewesen. Bei zwei Frühjahrskonzerten und 3 Weihnachtskonzerten in Friesheim, Bonn und Köln hatte das Orchester ebenso überzeugt, wie bei den Jubiläumsfeierlichkeiten der Lechenicher Schützenbruderschaft zu ihrem 500-jährigen Bestehen und vielen weiteren Auftritten. Für das große Engagement und die musikalische Qualität hatte der Verein 2008 auch den Kulturpreis der CDU Erftstadt erhalten.
Bei dieser Bilanz war die einstimmige Wiederwahl des Vorsitzenden eine Selbstverständlichkeit. Niederprüms Stellvertreter bleibt Dr. Roland Loosen. Stefan Loosen wurde als Geschäftsführer wieder gewählt. Im Amt bestätigt wurden ebenfalls Dagmar Gronostay-Scheitza als Kassiererin, Britta Voss als Notenwärtin und Ulrike Ruwe als Zeugwärtin. Laura Klinkhammer ist die neue Pressesprecherin des Orchesters. Jugendvertreter bleibt Johannes Kirchharz und für die Inaktiven sitzt Johann Müller auch die nächsten zwei Jahre im Vorstand des Musikvereins. Die Beisitzer Christian Kirchharz, Sabine Neumann und Christian Nickenig runden das Vorstandsteam ab.
Auch in diesem Jahr hat sich der Verein schon viel vorgenommen. Neben den traditionellen Frühjahrs- und Weihnachtskonzerten und diversen weiteren Auftritten in Nah und Fern, wird das Blasorchester diesmal zusätzlich ein gemeinsames Konzert mit dem Lechenicher Männergesangverein aufführen. Die Stadt Erftstadt hat den Musikverein auch schon für ein Jubiläumskonzert zum 40. Stadtgeburtstag verpflichtet.

______________________________

Die Meister der tiefen Töne Von Horst Komuth, 17.04.09

Günther Happ und Tim Bönsch gehören zu den wenigen Tubisten im Kreis. Beide sind von anderen Blechblasinstrumenten gekommen und sind eher zufällig dem eigentümlichen Reiz der Tuba erlegen. 

Jung und Alt haben Spaß mit ihrer Tuba: Tim Bönsch (18) und Günther Happ (73)

. BILDER: KOMUTH, PRIVAT


Mit viel Spaß und großem Engagement spielt das Jugendorchester des Musikvereins zu verschiedenen Anlässen, wie hier beim Pfarrfest der Friesheimer Gemeinde St. Martin.
Erftstadt-Friesheim - Günther Happ greift zu einem mächtig großen Instrument, lächelt einen kurzen Moment, setzt die Lippen ans Mundstück und entlockt gefühlvoll der Tuba satte Basstöne. Dem 73-Jährigen steht der erst 18-jährige Tim Bönsch gegenüber, und auch der weiß, wie aus dem wuchtigen Teil stimmungsvolle Töne herauszuholen sind. Das sieht so einfach aus, ist es aber beileibe nicht. „Die Kunst besteht darin, die Lippen breit zu machen, die Luft in langsame Schwingungen zu versetzen und dadurch tiefe Töne zu erzeugen“, erläutert Bönsch. Nach etwa dreimonatiger Übungszeit könne es gelingen, die ersten Melodien zu spielen.

Freilich bedürfe es beim Tubaspiel auch eines großen Lungenvolumens, damit die Töne klar und laut erklängen, ergänzt sein Mitspieler Happ. Gute Muskeln seien ebenso gefragt. Denn wenn bei Straßenumzügen das bis zu zwölf Kilo schwere Instrument getragen werden müsse, dürfe der Musiker nicht auf halbem Wege erschöpft zusammenbrechen. Bönsch: „Nicht nur deswegen sind Tubisten bei Musikvereinen und Orchestern immer noch rar gesät.“

Besonderes Gehör
Die beiden Musiker Happ und Bönsch sind Mitglieder des Musikvereins Friesheim. Doch warum spielen sie ausgerechnet so ein Rieseninstrument wie die Tuba? „Ich habe ein besonderes Gehör für Basstöne“, erläutert Happ und unterstreicht: „Der Bass ist das klangliche Fundament für die Musik. Und die Tuba ist das tiefste aller gängigen Blechblasinstrumente.“ Auch aus einer schlichten Notwendigkeit heraus habe er sich für das Tubaspiel entschieden. Nach der Neugründung des Vereins im Jahre 1968 habe er zehn Jahre lang Tenorhorn gespielt. „Kaum jemand wollte Tuba spielen, bis wir nur noch einen hatten, der das Instrument spielte. Also entschied ich mich, die Tuba auszuprobieren. Jetzt ärgere ich mich, nicht schon viel früher damit angefangen zu haben“, sagt Happ.

Tim Bönsch spielte seit seinem siebten Lebensjahr Trompete und entdeckte später den eigentümlichen Reiz der Tuba. „Ich hatte einfach mal Lust auf was Neues. Das Tolle an der Tuba ist, dass der tiefe Ton den idealen Rahmen für einen großen musikalischen Klangkörper bietet“, beschreibt er seine Faszination. Beide Musiker sind stolz darauf, einem der wenigen Blasorchester in der Region anzugehören. „Ein Blasorchester setzt sich mit anspruchsvoller Musikliteratur auseinander, arrangiert teilweise selbst die Stücke und gibt Konzerte“, hebt Vereinsvorsitzender Robert Niederprüm hervor. Die Friesheimer spielen nicht nur Marschmusik. „Gerade die Vielfalt des Repertoires ist es, die mich und alle anderen fasziniert“, erläutert Günther Happ, der seit 41 Jahren im Musikverein aktiv ist. „Wenn jemand Spaß an der Musik hat, sollte er keine Stilrichtung ausgrenzen. Das gilt auch für Schlagermelodien, die durchaus anspruchsvoll dargeboten werden können“, betont der Pädagoge, den viele Erftstädter noch aus seiner langjährigen Zeit als Gymnicher Grundschulrektor kennen dürften. Happ: „Jedes Orchestermitglied soll alle Stücke wirklich gerne spielen, lautet im Musikverein die Richtschnur. Wichtig ist, dass alle Instrumente wie eine einzige musikalische Einheit beim Publikum rüberkommen müssen. Musikalisch muss man stets das Gemeinschaftsprodukt vor Augen haben und dem Ganzen dienen.“ Und Tim Bönsch ergänzt: „Sich als Solist quäkend hervorzutun ist nicht gefragt.“

________________________

_____________

Solisten setzten Glanzlichter Von JAN ROSSBACH, 28.04.08


Erftstadt-Friesheim - Der Musikverein Friesheim feierte sein 40-jähriges Bestehen. Das Große Jubiläumskonzert im Alten Gasthaus Friesheim zeigte die Vielseitigkeit des Vereins. „Alles Rodger(s)“ - lautete das diesjährige Motto.

Das Orchester bot ein schwungvolles Jubiläumskonzert


Erftstadt-Friesheim -„Alles Rodger(s)“ - so lautete das Motto des diesjährigen Frühlingskonzertes des Musikverein Friesheim im Alten Gasthaus, mit dem die Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr des Vereins eingeläutet wurden. Nach der Vereinsgründung im Jahre 1913 gab es kriegsbedingt mehrere Unterbrechungen und Ruhephasen. Doch seit der Neugründung vor 40 Jahren durch Günter Happ - heute noch Mitglied im Blasorchester - kann der Verein auf eine kontinuierliche musikalische Arbeit zurückblicken.
Im ersten Teil, den das Blasorchester mit der Ouvertüre zu „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé schwungvoll einleitete, konnten sich gleich mehrere Musikerinnen und Musiker solistisch hervortun und ihre Instrumente, die normalerweise im Kollektiv des Tutti-Klangs unterzugehen drohen, glanzvoll präsentieren. Begleitet vom Orchester unter dem elektrisierenden Dirigat von Matthias Kiefer zeigten die beiden Flötistinnen Annika Herrmann und Rebecca KIefer in Kurt Gäbles „Celtic Flutes“ ihr ganzes Können. Der eindringliche Klang des Sopransaxophon (Armin von der Haar) konnte in Astor Piazollas „Oblivion“ bewundert werden ebenso wie das melancholische Wiegenlied von Kees Vlak, in dem Sandra Esser das selten gehörte Flügelhorn zum Klingen brachte.

 
Der Musikverein Friesheim legt großen Wert auf Jugendarbeit und Nachwuchsförderung, was vor allem durch die Gründung des Jugendorchesters im Frühjahr 2000 eindrucksvoll bestätigt wurde. Und dieses Jugendorchester, das seit Dezember 2007 von Sebastian Bongartz geleitet wird, eröffnete den zweiten Teil mit Michael Sweeney's Medley „Great Movie Adventures“ sowie John Williams' „Highlights from Shrek 2“ in einer Bearbeitung von Michael Brown.
Danach rückte dann das musikalische Motto „Alles Rodger(s)“ in den Fokus des Interesses. Der amerikanische Musical-Komponist Richard Rodgers (1902-1979) legte in den 40er- und 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine eindrucksvolle Broadway-Karriere hin. Einer seiner größten Erfolge war das 1943 uraufgeführte Musical „Oklahoma“, aus dem das Orchester unter Matthias Kiefer eine Auswahl präsentierte.
Das Publikum war, wie schon im ersten Teil, vollends begeistert, was sich auch im Medley von Melodien aus „South Pacific“ und „The Sound of Music“, zweier weiterer großer Musicals aus der Feder von Rodgers, nicht ändern sollte. Mit einer Zugabe aus „Oklahoma“ endete ein Abend, der die ganze Vielseitigkeit des Musikvereins beleuchtete.

Souverain und mit Humor
Das „bunte Kaleidoskop“ aus solistischen Glanzlichtern endete mit dem kurios-ulkigen „Tuba Concerto Espanol“ von Kurt Gäble, bei dem Solist Udo Müller neben aller musikalischer Souveränität auch seinen Humor zu voller Entfaltung brachte. Der vergnügliche Orchester-Marsch „Whistle while you work“ von Frank Churchill rundete den ersten Teil ab.